Modusdiskussion

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Switzerland’s Next Topmodus

In den kommenden Monaten würden die Liga-Formate überprüft, meldete die Swiss Football League gestern Montag. Damit knüpft sie an jene Diskussion an, die ZWÖLF mit diesem Artikel aus der Ausgabe #56 losgetreten hatte. Die Zehnerliga ist für die heutige Klublandschaft zu klein geworden. Die Suche nach einem geeigneten Modus gestaltet sich schwierig – auch weil Vereine und Fans ganz unterschiedliche Prioritäten setzen.

«Super League isch super», mussten diverse Spieler und Trainer zur Einführung der Zehnerliga auf Anweisung von SRF für einen vor Peinlichkeit strotzenden Werbespot in die Kamera flöten. Das war natürlich ein wenig übertrieben, schliesslich ist kein neu eingeführtes Produkt vor Kinderkrankheiten gefeit. Servette implodierte, Muntwiler war als Fall besser bekannt denn als Spieler, und Modusexperimente eine Klasse tiefer erwiesen sich als Rohrkrepierer. Aber eine Besserung gegenüber der von Konkursen, Lizenzentzügen und leeren Stadien geprägten Zeit zuvor stellte sich schnell ein. Heute ist die Super League gesund und erfolgreich. Und nicht nur das: Vor den Toren, eine Klasse tiefer, steht eine ganze Reihe weiterer Klubs, die sowohl die Ambition wie auch die Infrastruktur mitbringen, um im Oberhaus mitspielen zu können.

Der FCZ ist der gefallene Gigant, Servette und Xamax auferstanden aus Ruinen, Aarau das Urgestein. Sie alle wollen schleunigst nach oben. Doch die Tür zur Super League ist seit der Abschaffung der Barrage nur noch einen winzigen Spalt geöffnet. Mit dem bestehenden Modus wären die Genannten frühestens in der Saison 2022/23 wieder in der Super League versammelt. Freilich mit dem Effekt, dass ihnen andere langjährige Erstdivisionäre weichen müssten. Die Zehnerliga, so ideal sie bei ihrer Lancierung war, bietet heute nicht mehr Platz für einen ausreichenden Anteil jener Klubs, welche die Voraussetzungen für das höchste Level mitbringen.

Doch noch läuft alles im alten Trott. Zum 14. Mal wird die Super League nun nach dem gleichen Modus ausgespielt. Jede Begegnung gibt es vier Mal, wer am Ende die meisten Punkte hat, ist Meister, wer am wenigsten hat, steigt ab. Wir erleben derzeit die längste Phase ohne einschneidende Modusänderungen seit einer Zeit, in der Fribourg, Chênois oder Grenchen noch erstklassig waren. Das ist erstaunlich, denn es ist charakteristisch für kleine und mittelgrosse Ligen, dass ihr Format laufend zur Diskussion steht. Von Dänemark über Belgien bis zur Türkei: Regelmässig werden neue Modi präsentiert oder bestehende angepasst. Die einzige Konstante bilden Europas Topligen, die ihre Meisterschaften seit Jahrzehnten auf die gleiche Art und Weise austragen.

Es ist charakteristisch für kleine und mittelgrosse Ligen, dass ihr Format laufend zur Diskussion steht.

Der Grund dafür ist simpel: Für Länder mit 18 bis 20 kompetitiven Vereinen gibt es keinen Anlass, vom Ur-Modus mit Hin- und Rückrunde abzuweichen. Innovative Lösungen sind gefragt, sobald das Gefälle oder die infrastrukturellen Unterschiede zu gross werden. Als der «Blick» Ende 2015 die Klubpräsidenten nach ihrer Meinung zu einer allfälligen Änderung befragte, waren zwar bis auf FCB-Boss Bernhard Heusler alle für Alternativen offen, doch nur Christian Constantin machte sich dezidiert für Play-offs stark: «So wie sich die Meisterschaft im Moment darstellt, ist sie weder für Basel interessant noch für die Gegner.» Es mag kaum überraschen, dass der Sion-Präsident einen Modus mit Cup-Charakter präferiert.

Bei aller Offenheit für neue Vorschläge: Zuoberst auf der Wunschliste steht eine Restrukturierung bei den Klubs der Swiss Football League (SFL), also der zwei hiesigen Profiligen, nicht. «Derzeit gibt es überhaupt keine Diskussionen über den Modus», versichert der SFL-Kommunikationsverantwortliche Philippe Guggisberg noch im Sommer 2016. Das ist auch nachvollziehbar: Die Super-League-Ära ist schliesslich die erfolgreichste der Geschichte. Nie zuvor wurden so gute Zuschauerzahlen erzielt – nur acht europäische Meisterschaften weisen einen höheren Schnitt auf –, in der 5-Jahres-Wertung der UEFA war die Schweiz nie besser klassiert. Auch der neue TV-Vertrag erzielte einen Rekordbetrag. Dass das Bedürfnis für ein neues Format bei den Vereinen im Oberhaus nicht dringlich ist, scheint angesichts dieser erfreulichen Entwicklung verständlich. Man muss aber kein Prophet sein, um zu erahnen, dass in der langen Reihe jener Klubs, die um den einen Platz in der Super League anstehen, bald der Ruf nach einer Vergrösserung der Liga laut werden dürfte.

Aufstockung war schon beschlossen
Auch wenn die Aufstockung der Super League für die SFL noch kein Thema ist: In der Hand haben es die Klubs selber. Eine solche kann nämlich die Generalversammlung der SFL beschliessen, an der jeder Klub der zwei Profiligen eine Stimme hat. Und eigentlich hat sie dies bereits beschlossen: An einer ausserordentlichen GV im Sommer 2009 gewann der Vorstoss des damaligen FCL-Präsidenten Walter Stierli, die Super League auf 12 Mannschaften zu vergrössern, eine Mehrheit. Unter der Leitung von Ancillo Canepa brütete eine Arbeitsgruppe über mögliche Modi, die Rückkehr des Strichs galt als beschlossene Sache. Doch bei der definitiven Abstimmung ein halbes Jahr später wurde die Änderung haushoch verworfen. Niemand hatte im Vorfeld das Gespräch mit den kommerziellen Partnern, vor allem den TV-Stationen, gesucht. Und diese zeigten sich gar nicht erfreut, was diesen Stimmungswechsel auslöste. Eine Aufstockung käme verfrüht, meinte SFL-Präsident Thomas Grimm damals. Erst wenn 14 Vereine die nötige Infrastruktur böten, solle man über eine Erweiterung nachdenken. Die Kehrtwende komplett machte die Tatsache, dass an jener GV der Grundstein für die Abschaffung der Barrage gelegt wurde.

Die Abschaffung der Barrage war auch eine Art Investitionsschutz.

Heute, sieben Jahre später, ist die Bedingung von damals längst erfüllt. Und die Klubs stehen alle auf einem einigermassen stabilen Fundament. Dennoch ist der Ruf nach einer Aufstockung und mehr Durchlässigkeit nicht wieder laut geworden. Ein Grund dafür ist jenes Schlagwort, das heute jede nationale und internationale Modusdiskussion beherrscht: die Planungssicherheit. Sie wurde auch bei der Abschaffung der Barrage wiederholt ins Feld geführt. Bei zuvor zwei Absteigern aus der Super League mussten sich Ende Saison 20 Prozent der Mannschaften verabschieden – weltweit wohl ein Rekordwert. Zu einem gewissen Masse war die Umwandlung des neunten Tabellenrangs in eine Komfortzone auch eine Art Investitionsschutz. Vor allem für Klubs mit neuen Stadien verringerte sich dadurch das Risiko, im Falle einer Relegation durch hohe Einnahmenverluste in existenzielle Nöte zu geraten.

Für Fans zählen solche Argumente freilich nicht. Der Fan will einen Modus, der in allen Tabellenregionen ein Maximum an Spannung verspricht, also das genaue Gegenteil der von den Klubs geforderten Planungssicherheit. Mit erstaunlicher Zuverlässigkeit taucht deshalb in praktisch jeder Modusdiskussion unter Stadiongängern der vor 13 Jahren zu Grabe getragene Strich auf. Man schwelgt gerne in Erinnerungen an die packenden Kämpfe um den rettenden Platz 8 im Spätherbst, die Nebengeräusche schluckt der Mantel der Nostalgie. Denn die Spannung ging zu einem Teil auf Kosten der Fairness: Sion durfte – der winterlichen Punktehalbierung sei Dank – 1997 die Meisterschaft feiern, obwohl man weniger Punkte geholt hatte als Xamax. Weiter unten ging es gar dramatisch zu: Vor leeren Rängen kämpften Klubs um den Ligaverbleib, übernahmen sich mit Paniktransfers in der Winterpause, auf den Nachwuchs setzte in dieser Lage sowieso niemand. Die Abstiegsrunden waren zudem ein wahrer Vereinsfriedhof: Alleine in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre wurde Montreux, Malley, dem SC Zug, Wettingen, Bellinzona und Grenchen die Lizenz entzogen. So sagt denn auch SFL-Mann Guggisberg: «Der Ruf nach einer Rückkehr des Strichs ist unter den heutigen Gegebenheiten absurd. Vor allem die Kritik, dass im aktuellen Modus vier Mal gegeneinander gespielt wird, ergibt keinen Sinn. Das war damals bei 8 von 12 Teams ebenso der Fall.»

Viele Fans wünschen sich den Strich zurück. Es wird ein Wunsch bleiben, denn ein Comeback der Finalrunde in der damaligen Form ist  ausgeschlossen.

Nichtsdestotrotz wünschen sich viele Fans den Strich zurück. Es wird ein Wunsch bleiben, denn ein Comeback der Finalrunde in der damaligen Form ist heute ausgeschlossen. Die aufgeblähten europäischen Wettbewerbe brachten eine starke Zunahme der Sperrdaten der UEFA mit sich. Es wäre heute gar nicht mehr möglich, die 22 Qualifikationsrunden zwischen Länderspielen und Europacup-Partien vor der Winterpause durchzubringen. Hinzu kommt: Bei einer Auf-/Abstiegsrunde müssten die Teams aus der Challenge League bis dahin bereits die Auflagen der Super League erfüllen können. Dies war in jüngster Zeit nie bei allen Spitzenteams der Fall, auch Vereine wie Le Mont, Wohlen oder Winterthur waren zur Saisonhalbzeit weit oben klassiert. Die Challenge League verkäme zur Farce, wenn plötzlich der Tabellenachte für die Aufstiegsrunde zugelassen wäre.

Die aktuelle Zusammensetzung der Challenge League ist mehr als nur eine Momentaufnahme. Einige der Klubs, die derzeit um den Aufstieg kämpfen, können mit ihren Ambitionen längerfristig nur in der Super League überleben. Zwei zusätzliche Plätze im Oberhaus scheinen unumgänglich. Es stellt sich natürlich die grosse Frage: Nach welchem Modus soll dann der Meister ausgemacht werden? In einer 12er-Liga auf eine ähnliche Anzahl Spieltage wie bis anhin zu kommen, bedarf einer Loslösung von den traditionellen Meisterschaftsformaten, weg von der Symmetrie. Die dänische Superligaen hat diesen Weg bereits vor 20 Jahren beschritten. Die Teams spielten ab 1996 drei Mal gegeneinander, wobei die obere Tabellenhälfte des Vorjahres ein Heimspiel mehr hatte als der Rest (siehe Box). Mikael Blond vom dänischen Fussballmagazin «Bold» führt aus: «Als unsere Liga von 10 auf 12 Mannschaften erweitert wurde, wurden viele Modi diskutiert. Dieses Format wurde als das am wenigsten schlechte empfunden. Zu Beginn war es bei den Fans sehr unbeliebt. Aber bald war akzeptiert, dass diese Kombination aus Ligagrösse und Modus die beste war.» Die Zahlen sprachen eine ebenso deutliche Sprache: In den ersten 10 Jahren stieg der Zuschauerschnitt um über 50 Prozent, und mit einer ernsthaften Chance auf einen Platz in der Superligaen fanden selbst kleine Vereine einen Weg, ein neues Stadion zu finanzieren. Heute verfügen fast alle dänischen Profivereine über eine moderne Heimstätte.

Neben dem Titel, dem Kampf um die Europacup-Plätze und gegen den Abstieg bot der Platz um Platz 6 und das zusätzliche Heimspiel in der Folgesaison Spannung. Grösster Kritikpunkt war, dass die Teams mit einem Heimspiel mehr einen klaren Vorteil hätten, was gerade zwischen Topteams titelentscheidend sein könnte. Man stelle sich vor, YB läge zwei Runden vor Schluss gleichauf mit Basel und hätte dann ein zweites Mal im Joggeli anzutreten … In 20 Jahren ist so eine Situation aber in Dänemark nie eingetreten. Mehrfach, so Mikael Blond, hätten die Klubs dennoch über Alternativen gebrütet – und landeten doch immer wieder beim Bewährten. Lange Zeit war Dänemark mit diesem Modus ein Unikum in Europa, doch seit einigen Jahren lassen sich vor allem kleinere und mittlere Ligen von den Skandinaviern inspirieren. Ungarn und Irland haben kürzlich das dänische System eingeführt.

Es kam sehr überraschend, als die Superligaen auf die aktuelle Saison hin das langjährige Format abschoss. Fortan wird der Meister in einer Finalrunde mit den besten sechs Teams ausgespielt, während der Rest um den Klassenerhalt spielt. Das beste Team im Abstiegskampf kann sich sogar noch für den Europacup qualifizieren. Mikael Blond erklärt den Schritt: «Man wollte unbedingt mehr Höhepunkte bieten und war überzeugt, dass das neue System mit den Play-offs das mitbringen würde.» Zudem sei den Klubs die Gefahr eines Abstiegs zuvor zu gross gewesen. Nun lässt sich jede noch so verkorkste Saison in den finalen Abstiegs-Play-offs noch retten. Die Nachfrage beim Turnierdirektor verrät Mikael Blond noch einen weiteren Grund: «Er sagte mir, die Klubs hätten schlicht gefunden, nach 20 Jahren sei Zeit für etwas Neues.» Würde er diesen Modus für die Schweiz empfehlen? «Auf jeden Fall! Wir haben in all der Zeit keinen grossen Haken daran gefunden. Und für eine Liga wie die Schweiz mit einem dominanten Team würde es mehr Vielfalt und mehr Spannung bieten. Mit nur einem fixen Absteiger und einer Barrage könnte man sogar gleichzeitig Planungssicherheit und Durchlässigkeit bieten.»

Beschränkter Effekt
Die Swiss Football League beharrt nicht stur auf dem aktuellen Format. Guggisberg: «Auch wenn vonseiten der Klubs keine Vorstösse kommen, analysieren wir die Situation laufend und stellen den Modus auch zur Debatte, wenn es sich anbietet.» Er warnt aber gleichzeitig vor übersteigerten Erwartungen: «Auch mit dem perfekten Modus – wie auch immer der aussehen mag – wird das Potenzial an Stadiongängern nicht automatisch grösser. Selbst mit Finalrunde oder Play-off-Spielen werden Klubs mit eher unterdurchschnittlichem Publikumsaufmarsch nicht plötzlich explodierende Zuschauerzahlen verzeichnen, das zeigt ein Blick in die Vergangenheit.» Viel wichtiger als der Modus sei die Zusammensetzung der Liga. Einen viel besseren Wert als den Rekordschnitt von vor fünf Jahren (12’253) hält Guggisberg für illusorisch. «Und das ist gemessen an der Bevölkerungszahl ein guter Wert.» Um sogleich anzufügen: «Man richtet den Blick in der Schweiz gerne nach oben und eifert Unerreichbarem nach. Das ist nicht an sich verwerflich, aber die Super League wird trotzdem nie eine Bundesliga sein, egal mit welchem Modus. Unsere Stadien sind zudem – nicht zuletzt wegen der EM-Endrunde 2008 – vergleichsweise gross, das wirkt gerade bei TV-Übertragungen nicht sehr vorteilhaft. Dass nahezu alle Plätze belegt sind wie in Deutschland, ist in der Schweiz nicht an allen Standorten realistisch. Von dieser Idee müssen wir wegkommen.»

Die grosse Modusdiskussion, sie wird auch hierzulande mit Sicherheit wieder aufflammen. Und ebenso sicher werden sich die Vorlieben von Klubs und Fans diametral gegenüberstehen. In den kommenden Jahren werden sich in der Challenge League so viele ambitionierte und gut aufgestellte Vereine tummeln, dass eine Aufstockung der Super League in einer Abstimmung gute Chancen haben dürfte. Und dann lohnt sich ein Blick in die dänische Vergangenheit sehr.

P. S.: ZWÖLF befasst sich auch weiterhin mit der Suche nach dem geeignetsten Modus. Im Rahmen unseres Jubiläumsfestes am 5. Mai 2017 in Zürich – ja, wir werden tatsächlich schon 10 Jahre alt! – laden wir Vertreter von Liga und Klubs sowie Fans zur grossen Modusdiskussion. Details folgen!

 

Die Modi der Schweiz

In der Nachkriegszeit wird die Meisterschaft über 30 Jahre nach dem gleichen Modus ausgetragen: eine Vollrunde mit 14 Teams und 2 Absteigern. 1976 wird erstmals der Strich eingeführt. Für vier Saisons gibt es eine Final- runde mit halbierten Punkten, bis wieder auf den klassischen Modus umgestellt wird. 1987 kehrt die Finalrunde zurück. Und dieses Mal bringt sie ihre Freunde Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB und Abstiegsrunde NLB mit. Bis 1993 sind sagenhafte acht Tabellen nötig, um eine Meisterschaft in diesen Jahren komplett abzubilden! Danach wird die Auf-/Abstiegs- runde verkleinert und schrittweise auch die NLB. 2003 endet mit einem Nuñez-Hattrick in St.Gallen die letzte Schweizer Finalrunde, und der Strich wird zu Grabe getragen. Die Super League beginnt.

 

Was machen die anderen?

Dänemark: Superligaen (1996–2016)
Die 12 Teams spielten drei Mal gegeneinander. Die im Vorjahr in der ersten Tabellenhälfte klassierten Teams hatten 17, der Rest 16 Heimspiele. Wer in der letzten Phase wen zu Hause empfängt, wurde zufällig von einem Computersystem bestimmt. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass ein Team nicht zwei Saisons in Folge gegen das gleiche Team zweimal Heimrecht hatte. Nach 33 Runden stiegen die zwei Letztklassierten direkt ab.
Griechenland: Superleague
16 Teams spielen eine Vollrunde. Die drei Letzten steigen ab, der Erste ist Meister. Dann spielen die Teams auf den Plätzen 2 bis 5 eine Art Mini- Liga mit Hin- und Rückspielen, um die Europacup-Plätze auszumachen. Dabei startet der Fünftklassiertemit null Punkten, die andern mit Bonuspunkten (Vorsprung auf den Fünftklassierten geteilt durch drei)
Zypern: First Division
14 Teams spielen eine Vollrunde. Die besten 6 machen in einer Finalrunde – die Punkte werden mitgenommen – den Meister aus, die letzten 2 steigen direkt ab. Die übrigen 6 spielen in einer Abstiegsrunde den dritten Absteiger aus, auch hier werden die Punkte aus der Qualifikationsrunde mitgenommen.
Schottland: Premiership
Die 12 Teams treten drei Mal gegeneinander an. Danach wird die Liga geteilt: Die besten 6 spielen noch je einmal gegeneinander und addieren diese Punkte zu den in der Qualifikationsrunde gewonnenen. Nach dem gleichen Prinzip spielen die 6 schlechtesten den einzigen Absteiger aus.
Belgien: Jupiler Pro League
Das irre System im Detail zu erläutern, würde diesen Rahmen sprengen. Stark abgekürzt: 16 Teams spielen eine Vollrunde, der Letzte steigt direkt ab, der Vorletzte ist gerettet. Die besten 6 spielen eine Meisterschaftsrunde mit halbierten Punkten. Die andern 8 werden in zwei Gruppen aufgeteilt und spielen nochmals eine Vollrunde, starten aber ohne Punkte. Die beiden Gruppensieger spielen in Hin- und Rückspiel aus, wer berechtigt ist, zum Schluss gegen den Viertplatzierten der Finalrunde nochmals ein Play-off auszutragen um einen Platz im Europacup.
USA: Major League Soccer
20 Teams spielen in einer geschlossenen Liga, aufgeteilt in Eastern und Western Conference. Gegen die Mannschaften der eigenen Conference spielt man Hin- und Rückspiel, gegen den Rest nur je einmal. Hinzu kommen sechs weitere Spiele gegen zufällig zugeloste Mannschaften der eigenen Conference. Die besten 6 jeder Conference stehen in den Play-offs. In der ersten Runde gibt es nur ein Spiel, ab der zweiten – die jeweils zwei Besten jeder Conference greifen erst hier ein – folgen Hin- und Rückspiel. Im Finale treffen die Sieger beider Conference-Tableaus aufeinander.
Österreich: Bundesliga
Auf die Saison 2018/19 hin wird die oberste Liga auf 12 Teams aufgestockt. Nach einer Hinrunde mit 22 Runden wird die Liga in zwei Sechsergruppen aufgeteilt, die Punkte werden halbiert. In der Finalrunde wird um den Titel und die Europacupplätze gerungen. Das untere Tableau macht den Absteiger unter sich aus. Speziell: Der Sieger der Abstiegsrunde spielt zum Saisonende gegen den Vierten der Finalrunde um einen Europacupplatz.

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