Schweizer in der Bundesliga

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Schweizer Spezialität: Bankdrücken

Kein Land stellt mehr Legionäre in der 1. Bundesliga als die Schweiz. Doch nur die wenigsten Feldspieler haben auch tatsächlich Aussichten auf Einsätze.

19 Schweizer Feldspieler stehen bei Vereinen aus der höchsten deutschen Liga unter Vertrag, 14 davon sind Nationalspieler. Doch wenn Vladimir Petkovic seine Ankündigung wahr macht, dass ohne regelmässige Einsätze ein Aufgebot unwahrscheinlich ist, dann wird der Kreis möglicher Kandidaten für den Match in einem Monat auf den Färöern plötzlich winzig.

In den letzten 10 Runden bestritten nur gerade vier Spieler – Zuber, Hadergjonaj, Elvedi und Frei – mehr als die Hälfte der möglichen Spielminuten. Nur die beiden Erstgenannten gehörten zur Stammformation. Doch gerade diese vier spielen in der Nati nur eine Nebenrolle: zusammen kommen sie auf gerade mal 13 Länderspiele.

Petkovics Fixstarter hingegen – etwa Djourou, Mehmedi, Drmic oder Seferovic – müssen sich in ihren Klubs mit der Rolle des Ergänzungsspielers abfinden, schlagen sich mit Verletzungen herum (Embolo, Rodríguez) oder sind ausser Rang und Traktanden gefallen (Schär).

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bulischweizer

Der durchschnittliche Schweizer Legionär kam lediglich in einem Drittel der Partien überhaupt zum Einsatz. Weit öfter war er verletzt oder nicht im Aufgebot. Diese Zahlen wirken noch stärker, wenn man das Nachbarland Österreich, das die zweitgrösste Ausländergruppe der Bundesliga stellt, herbeizieht. In den bislang gespielten 31 Runden kamen deren Feldspieler durchschnittlich 20 Mal zum Einsatz.

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