Aktuelle Ausgabe

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Endlich wieder naht jener Anlass, der Fussballfans hilft, Ereignisse zeitlich einzuordnen. Wie alt die Schwester ist, kann man sich einfach merken, wenn sie am Tag von Kameruns Sensationssieg über Argentinien (1990) geboren wurde. Weltmeisterschaften sorgen in Biografien für prägende Momente.

Unsere WM-Ausgabe widmet sich – auf 16 Seiten mehr als üblich – dem Grösstereignis in all seinen Facetten. So berichten etwa Zeitzeugen vom aufsehenerregenden ersten Besuch einer Schweizer Nati in Moskau, 1967, und damit mitten im Kalten Krieg. Begleitet wurde sie von 1500 Fans, die ein halbes Vermögen ausgaben, um hinter den Eisernen Vorhand schauen zu können.

Keine WM ohne Panini. Manch ein Leser musste wohl – wenn die Tauschbörsen auf dem Pausenplatz versiegten – sein Album komplettieren, indem er die fehlenden Bilder bei der Firma Grünenfelder SA bestellte. Wir haben das Familienunternehmen, das den weltweiten Panini-Boom erst ermöglichte, im beschaulichen Vira (TI) besucht und entdeckten das Paradies der Sammelbilder.

Besonders oft bestellt wurden übrigens stets die Stars, deren Bildchen nur selten getauscht wurden. Dieses Jahr wird wohl das Bildchen von Xherdan Shaqiri sehr gefragt sein. Schliesslich wurde er uns als der künftige und lange ersehnte Weltstar der Schweiz verkauft. Entwickelt hat er sich zu einem sehr guten Fussballer – ein Star wurde lediglich seine Werbefigur. Wie übrigens die Fachpresse seine Leistungen – und auch die der anderen Nati-Legionäre –  in der Liga benotet, erfahrt ihr auch in diesem Heft.

Am 22. Juni trifft Shaqiri mit der Nati auf Serbien. Wir haben vor Ort nach der Antwort auf die Frage gesucht, wie dieses kleine und arme Land zu einer unerschöpflichen Quelle an Talenten wurde – und weshalb die Nationalmannschaft dennoch nicht über eine Nebenrolle hinauskommt.

xavichikhaoui

Wie der Fussball sein sollte, erklärt uns ausführlich der Weltmeister und Tiki-Taka-Kopf Xavi. Was seine Genialiät mit Tetris und Zwangsstörungen zu tun hat, lest ihr im Interview. Xavi spielt mittlerweile in Katar und trifft dort auf einen der schillerndsten und genialsten Fussballer, die je unsere Plätze beehrten: auf Yassine Chikhaoui. Er verzückte in Zürich die Fans, der Weg an die Weltspitze stand ihm offen. Heute, im besten Sportleralter, betreibt er indes nur noch Profifussball light. Obwohl er in der Heimat nach wie vor vergöttert wird, wird Tunesien ohne ihn an die WM reisen.

Weiter in diesem Heft: Ein Gespräch mit den Nati-Moderatoren aus der Romandie und dem Tessin über die fussballerischen Unterschiede zwischen den Landesteilen; eine Nachfrage beim Psychoanaltiker Peter Schneider zur Zwickmühle zwischen Moral und der WM-Begeisterung; die unfassbare Erfolgsgeschichte von «Bring en hei»; eine WM-Zeitreise mit dem Videoschiedsrichter sowie ein Treffen mit dem Sohn von Roger Milla, der für den Zürcher Quartierverein FC Unterstrass stürmt.

Dies und viel mehr in ZWÖLF #66,  jetzt auf dem Weg zu den Abonnenten und ab 29.5.2018 am Kiosk!