Aktuelle Ausgabe

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Als Hobbygärtner wissen wir natürlich genau, dass die Gurke nicht Saison hat. Und doch ist sie – dem Fussball sei Dank – auch im Winter omnipräsent. Ständig wird sie als Bezeichnung für Truppen, Spiele oder Ligen herbeigezogen, was nie schmeichelhaft gemeint ist, obwohl die Gurke an sich ja durchaus schmackhaft ist, besonders im Zusammenspiel mit ihrem kongenialen Partner, dem Dill.

In dieser Super-League-Saison hat die Gurke sogar Hochsaison. Dass ihr Name in Fussballdiskussionen derzeit besonders oft fällt, kommt nicht von ungefähr. Denn die Schweizer Klubs setzen lieber auf Kraft und Kampf statt auf zeitgemässes Spiel. Die oft magere Kost ärgert nicht nur die Zuschauer, sie hat auch verheerende Folgen: Höhenflüge im Europacup werden seltener, es droht der internationale Rückfall.

Viel versprechen sich Fans und Klubs von jenen Spielern, die zu ihrem Stammklub zurückkehren. Tranquillo Barnetta ist nur das jüngste Beispiel. Obwohl die Geschichte zeigt, dass dies meistens mit zerstörten Hoffnungen endet, versuchen immer wieder welche diesen Weg.

Beim FC Luzern will man mehr Frauen ins Stadion locken. Also kopierte man kurzerhand das Konzept der Ladies Night, hantiert mit allerlei Kitsch und Klischees und lässt Kudi Müller die Damenwelt erklären. Fertig ist die Posse in Pink. Gleich nebenan, beim SC Kriens, bricht derweil eine neue Ära an: Das Kleinfeld, wo der grosse Fussball stets nur zu Gast war, muss einem Neubau weichen. Die Ode an diesen Sportplatz liest man in dieser Ausgabe.

Wie gewohnt besuchten wir auch wieder solche, die nicht mehr ganz so im Schweinwerferlicht stehen wie auch schon. Pascal Zuberbühler etwa, der aus dem Schwärmen über seinen Arbeitgeber Derby County kaum mehr herauskam. Oder Stephan Andrist, hierzulande als Schwalbenkönig und Egoist verschrien, der bei Hansa Rostock zum Publikumsliebling und wertvollsten Spieler aufgestiegen ist. Und natürlich Adrian Winter, den wir zum grossen Interview trafen. Nicht irgendwen haben wir das Gespräch führen lassen, sondern jene zwei, die noch in den B-Junioren des FC Red Star mit Winter in einer Mannschaft waren und sich seither fragen, warum dieser heute mit Fussballspielen sein Geld verdient, während sie nur drüber schreiben.

Ebenso in diesem Heft: Die Trikotschätze des Raphaël Nuzzolo, alle Messis dieser Erde sowie die unglaubliche Reise europäischer Amateurkicker, die 1967 als Dallas Tornado in sieben Monaten durch die gefährlichsten Regionen um die Welt reisten.

Dies und viel mehr in ZWÖLF #58,  jetzt bei Abonnenten und am Kiosk.

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